Wir sind angekommen, im Land von grausamen Göttern, viel Meer, vielen Bergen und atemberaubenden Landschaften. Die 16-stündige Überfahrt auf der Fähre hätte man auch gut mit Wagners „Ritt der Walküren“ untermalen können. Die See war wohl ein wenig ruppiger wie normal und wir haben noch nie das schlagen von Wellen an ein Schiff mit solcher Wucht erlebt. Aber eins nach dem anderen.

Um eine weitesgehend entspannte Anfahrt bemüht, haben wir eben diese in 3 Etappen unterteilt. Unser erster Stopp war auf einem typisch deutschen Campingplatz, zwar schön, jedoch keines weiteren Kommentares Wert. Vammen Camping dafür schon eher. Dieser Platz liegt recht abgeschieden an einem naturbelassenen See, zu welchem der Campingplatz den einzige Zugang besitzt.

See von Vammen Camping

Das größte Highlight war jedoch die Feuerstube, welche uns bei den 15° Außentemperatur nicht nur aufgewärmt sondern auch eine erstklassige musikalische Unterhaltung geboten hat. Da der Campingplatz mit Musikcampingplatz beworben wird, war mein erster Gedanke dabei eine Gruppe von christlichen Pfadfindern, welche mit ihrern uralten Gittaren unsere Ohren quälen, ich wurde jedoch eines besseren belehrt. Die anderen Campinggäste, alle fähig mindestens 2 Instrumente zu spielen, haben uns den ganze Abend mit modernen Stücken aus den verschiedensten Musikrichtungen beeindruckt, wobei zu der Beherrschung ihrer Instrumente noch die wunderbaren Gesangsstimmen hinzu kamen.

Dünen in Hirtshals
Das Meer in Hirtshals
Die Fähre nach Bergen

Aufgeregt und voller Vorfreude haben wir am darauffolgenden Abend dann die Fähre betreten bzw. befahren. Da wir mit einem etwas ruppigen Seegang gerechnet haben, hatten wir auch eine Kabine mit Meerblick gebucht um unseren Gleichgewichtssinn ein wenig zu unterstützen. Wir waren jedoch auf die Nacht nicht vorbereitet. Wann ich endlich eingeschlafen bin kann ich nicht sagen, es kann aber um 3 oder 4 Uhr gewesen sein. Die Gewissheit, dass nach den 5 Sekunden in welchen man in die Matratze gedrückt wurde, der freie Fall folgt, war schnell vorhanden. Die darauffolgenden Schläge die die Wellen an unser schwimmendes Eisengefährt abgaben und sehr deutlich durch die Konstruktion zu spüren waren, hatten mich jedoch auch nach dem 10. mal noch immer zusammenzucken lassen. Das Gefühl Land in sicht zu haben und eine ruhige See vorzufinden war doch eine größere Erleichterung.

Norwegen in Sicht

Wir hatten jetzt schon eine Nacht hier und konnte die erste Eigenschaft von Norwegen kennenlernen, ich muss euch jedoch auf den nächsten Beitrag darüber vertrösten.

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3 Kommentare

  1. Hallo ihr zwei, Gisela und ich wünschen euch einen tollen Urlaub. Erster Bericht ganz toll geschrieben. Respekt

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