Auf unserem Campingplatz beim Sognefjord wurden wir von einem freundlichen Norweger angesprochen. Er wollte wissen was wir noch so vor haben und uns auch stolz von seinem Land erzählen. Das ganze Gespräch hat sich dann in Richtung Wandern in Norwegen bewegt. Da er selbst schon in Deutschland war, konnte er uns seine Einschätzung zwischen den jeweiligen Wanderwegen gut wiedergeben: Wandern in Norwegen ist „anders“! Aufpassen, Kompass einpacken, fit sein,… (ja klaaaar, dachten wir noch…, soll der mal labern…)
Die Fakten: Gekennzeichnete Wanderwege gibt es in Norwegen in 4 Kategorien. Unsere norwegische Bekannschaft hat uns jedoch schon gesagt, dass selbst die einfachste hier, in Deutschland eher als mittelschwer anzusehen ist. „Joa komm, die 2.te Kategorie kriegen wir schon hin“, stellten wir für uns fest und los gings!
Nach 2 Stunden bergauf, Gekeuche, nassen Füßen, der Erkenntnis, dass die Schafe links und rechts von uns wendiger und schneller waren, gestanden wir uns ein; der „Kompass-Freak“ hatte Recht… düdüm. Wir kämpften uns jedoch durch, suchten den Weg unter Geröll, liefen durch Wasserläufe und fanden den Weg immer wieder dank Komoot unter Moos und Steinen. Kompass und Karte brauchten wir also für Kategorie 2 nicht, sahen aber ein, dass es bei der nächsten Stufe wohl sinnvoll wäre :D. Da wir keine vollumfängliche Ausrüstung für alle 4 Jahreszeiten und sicheren Umgang mit Kompass und Karte vorweisen können, blieb es also bei den „Noob-Wanderwegen“. Aber auch bei ihnen wurden wir nach schweißtreibendem Kampf belohnt mit einer gigantischen Aussicht und schier endloser unberührter Natur – wunderschön!

Es war ein wenig kühl 
Unser Campingplatz liegt im Tal 😬 
Im Hintergrund: Eisriesen aus Jotunheimen 
Ein besserer Teil des Weges
Das ganze lässt sich noch gut an einem kleinen Spazierweg, den wir eigentlich zur Erholung ausgesucht hatten, verdeutlichen. Der Weg ging um einen See beim Ort Geilo (die Welt der Wortwitze öffnet sich magisch) und war nicht als offizieler Wanderweg vom Norwegischen Wanderverein gekennzeichnet. „Super den machen wir heute zum Entspannen“ dachten wir morgens noch… nachdem wir fast knietief im Sumpf steckengeblieben sind, einen Bach und zwei Flüsse überquert hatten (wobei uns die Füße vor kälte fast abfielen) wussten wir, dass selbst Spazieren gehen in Norwegen ein besonderes Highlight darstellt.

Der Boden ist voller Wasser und gibt gerne nach 
Jap, die Strömung war ordentlich
Super Berichte hoffentlich geht’s bald weiter